Mit einer Schülerfirma setzen Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Geschäftsideen um. Und zwar fast genauso wie erwachsene Existenzgründer. Die Arbeit wird von Fachleuten, meist Eltern, als Mentoren begleitet. Sie stehen für Fragen zur Verfügung und helfen bei Gründung und Organisation des Betriebes.

Acht eigenständige Schülerfirmen gibt es derzeit es an der Freien Montessori Schule Berlin. Schülerinnen und Schüler von der 4. bis zur 12. Jahrgangsstufe sind daran beteiligt:

  • NO NAME CHIPS stellt Kartoffelchips aus frischen Kartoffeln her und entwickelt dazu eigene Gewürzmischungen und Dips (Website: nonamechips.jimdo.com).
  • SHAKER entwickelt eigene Cocktails und Smoothies. (Website: shakermaker.jimdo.com)
  • BB Backwerk bietet die frisch gebackenen Waffeln an,
  • Sweet Bonbons stellt Lollies und Sahnebonbons her,
  • FRUITSTAR mixt Bio-Smoothies,
  • PAPIERSTERN bietet selbst gefaltete Weihnachtssterne,
  • TRUBEL handelt mit Selbstgemachtem aus Keramik, Holz, Stoff und Papier,
  • CANDY FLOSS verkauft Zuckerwatte am selbst gebauten Verkaufsstand.

„... lass es mich tun und ich werde es behalten“

In der Begleitung von Schülerfirmen hat sich herausgestellt, dass weniger oft mehr ist, damit junge Unternehmer die Mechanismen in ihrem Geschäft erkennen und steuern lernen können. Ein einfaches und preiswert hergestelltes Produkt mit möglichst hohem Erlös garantiert einen schnellen Erfolg, erhält die Freude und steigert diese sogar. Die Schüler wollen dann mehr und sind bereit Risiken einzugehen. So wächst ihr Unternehmergeist und sie bleiben neugierig auf die Auswirkungen ihrer Entscheidungen. Wichtig ist, auch mal zu scheitern, weniger umzusetzen und dann zu fragen: Warum? Berufserfahrene Erwachsene begleiten die jungen Unternehmer. Gerade in schwierigen Situationen sind deren Feedback und Reflexionsmöglichkeiten wichtig.

Inzwischen hat sich an unserer Schule eine Zusammenarbeit zwischen den Schülerfirmen im Sinne eines sinnvollen Wettbewerbs entwickelt. Jede Schülerfirma hat ihren geschützen Produktbereich, so kommt es nicht zur Entmutigung durch agressive Konkurrenten mit dem gleichen Produkt. Wir haben einen bunten Strauß an Produkten, die Schülerfirmen zu den Schulveranstaltungen anbieten - ein richtiger kleiner Marktplatz mit Schätzen und Köstlichkeiten. Dieser gesunde Wettbewerb spornt die jungen Unternehmer an. Sie vergleichen sich mit den anderen Schülerfirmen. Manchmal gibt es Streit, aber auch das gehört dazu.

Unsere Erfahrung zeigt auch: In Bewerbungen für Ausbildungen, Praktika oder erste Jobs ist die Tätigkeit in einer Schülerfirma gern gesehen.

Anfragen richten Sie bitte an: karina.jakob@montessori-schule-berlin.de